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Charity Fitnesstag am 29.04.2017 mit Dr. Christine Theiss und Ramin Abtin

Jeder kann mitmachen am 29.04.2017 von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Alle Infos zum Fitnesstag und zur Anmeldung erhalten Sie hier!

 

Gesundheitsmagazin Bad Füssing – Interview Professor Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Reinhardt

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POWER-CHILD – ein effektives Präventionsnetzwerk zum Schutz von Kinder – Professor Dr. Dietrich Reinhardt: „Wir sind sehr stolz über die positive Entwicklung“

Herr Professor Dr. Reinhardt, Sie sind Vorsitzender des Vorstands der gemeinnützigen Organisation Power-Child e. V. Können Sie bitte für unsere Leserinnen und Leser den Zweck und die Aufgaben von Power-Child vorstellen?
Professor Reinhardt: Power-Child e.V. hat sich dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt verschrieben. Leider leben unsere Kinder und Jugendlichen in einer Welt, in der sexuelle Gewalt allgegenwärtig ist. Allerdings fällt es vielen schwer, den Mut zu fassen über ihre Ängste und Erfahrungen zu sprechen. Genau hier setzt Power-Child an. In den  letzten Jahren haben wir ein bundesweit tragfähiges und effektives Präventionsnetzwerk gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen aufgebaut. Einerseits klärt Power-Child mit vielfältigen Präventionsprojekten über das Thema „sexuelle Gewalt“ auf, sensibilisiert Kinder und Jugendliche für ihre eigenen Grenzen und bestärkt sie darin, diese auch zu setzen. Anderseits beraten wir Betroffene, Eltern, Erzieherinnen oder Lehrkräfte sowohl bei Verdachtsfällen als auch bei stattgefundenem sexuellem Missbrauch.

Wer kann Mitglied werden?
Professor Reinhardt: Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die Präventionsarbeit  von Power-Child zu unterstützen. Auf unserer Webseite (http://power-child.de/mitgliedschaft/) steht ein Mitgliedsantrag zum Download bereit. Dort kann auch die Fördermitgliedschaft beantragt werden. Fördermitglieder können einzelne Projekte gezielt unterstützen. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit uns durch Geld- oder Zeit-Spenden zu unterstützen.

Sie sind zur Fortführung und Weiterentwicklung Ihrer Projekte als gemeinnütziger Verein auf die Unterstützung von Mitgliedern, Spendern oder Sponsoren angewiesen. Wie machen Sie auf Ihre segensreiche Arbeite aufmerksam?
Professor Reinhardt: Besonders viel Aufmerksamkeit erreichen wir mit den beiden Theater-Präventionsprojekten, mit denen der Verein seit Jahren durch ganz Deutschland tourt. Unter dem Motto „Sag JA zu Dir und NEIN im richtigen Moment“ finden an Kindergärten und Grundschulen Projekttage beider Theater-Präventionsprojekte statt, an denen Lehrer und Erzieher umfassend fortgebildet sowie Eltern informiert und zur Diskussion eingeladen werden. Im Mittelpunkt stehen jedoch die Kinder, die durch Theaterstücke auf spielerische Weise an Themen wie „Abgrenzung“ und „körperliche Unversehrtheit“ herangeführt werden. Allein im Jahr 2016 konnten auf diesem Weg über  45.000 Kinder und deren Bezugspersonen durch die beiden Theater-Präventionsprojekte erreicht werden. Daneben finden noch zahlreiche kleinere, lokale Veranstaltungen statt wie zum Beispiel kürzlich ein Pralinenworkshop mit Kindern aus sozialschwachen Familien oder eine Kassieraktion mit unseren prominenten Botschaftern in München. Natürlich sind wir auch bei öffentlichen Veranstaltungen wie dem Münchner Street Live Festival vor Ort, verteilen Flyer, stehen für Fragen zu Verfügung und binden die Kinder und Jugendliche spielerisch ein.

Herr Professor Dr. Reinhardt, nach zuverlässigen Erhebungen sind in Deutschland eine Million Kinder und Jugendliche von sexueller Gewalt betroffen. Power-Child hat eine Spenden-Aktion unter dem Motto gestartet: „Wenn es ein Gänseblümchen durch den Asphalt schafft, dann haben wir die Kraft gemeinsam Projekte gegen Kindesmissbrauch zu finanzieren!“Bestandteil des Interviews mit Ihnen ist die Nennung des Spendenkontos von Power-Child, verbunden mit einem Spendenappell. Können Sie bitte abschließend die potentiellen Spender über den Verwendungszweck informieren?
Professor Reinhardt: Die Arbeit von Power-Child e.V. ist auf Spenden angewiesen. Nur mit Spendengeldern können wir unsere Präventionsprojekte auch in Kindereinrichtungen und Schulen durchführen, die kein Budget für diese wichtige Aufgabe haben. Dies gilt auch für den Finanzierungbedarf unseres Therapieangebotes, welches stätige Nachfrage erfährt – durchaus auch begünstigt aufgrund der Flüchtlingsthematik in Deutschland.  Zur Fortführung und Weiterentwicklung unserer Projekte sind wir als gemeinnütziger Verein, wie erwähnt, auf die Unterstützung von Mitgliedern, Spendern und Sponsoren angewiesen.

Das gesamt Interview finden Sie hier: kurzeitung_dez-jan_bad-fussing