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Das Theater-Präventionsprojekt in der Grundschule

“NEIN heißt NEIN”

Power-Child e.V. stärkt mit eigenen Theaterstück Grundschulkinder

“Wer dich wann berühren darf, entscheidest du allein!
Wenn’s mal  nicht reicht das Nein, dann solltest du ganz laut schrein!”

Ein Zitat aus der Power-Child Eigenproduktion “NEIN heißt NEIN” zur Stärkung von Grundschulkindern. Die Botschaft klingt einfach, ist aber für viele Kinder nicht selbstverständlich. Nach aktuellen Schätzungen wird jedes vierte bis fünfte Mädchen und jeder achte bis neunte Junge im Laufe der Kindheit einmal Opfer von sexueller Gewalt. Selbstbewusste Kinder, die gelernt haben, Nein zu sagen, sind deutlich weniger gefährdet, wie verschiedene Studien ergeben haben.

Mit dem Theaterstück “Nein heißt Nein” stärkt der gemeinnützige Verein Power-Child Grundschüler auf eine Weise, die ihnen Spaß macht und dabei nachhaltig wirkt. Kinder in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und damit sexuelle Gewalt zu verhindern, das ist das Ziel des 2002 gegründeten Vereins.

Bereits seit 2004 besucht Power-Child e.V. mit verschiedenen Theaterstücken Grundschulen und Kindergärten in ganz Deutschland. Das Theater-Präventionsprojekt für Grundschulen wurde von der evangelischen Fachhochschule Nürnberg evaluiert und erhielt hervorragende Noten. Mit der Entwicklung des Theaterstücks “NEIN heißt NEIN” hat der Verein im Jahr 2007 nun sein Fachwissen und seine Erfahrung im Bereich der Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern in ein eigenes Stück einfließen lassen: “NEIN heißt NEIN” ist ein intelligentes und die Kinder herausforderndes Theaterstück mit viel Musik. Die Handlung ist spannend mit vielen Szenen, über die die Kinder auch lachen können.

Das Konzept hat die Power-Child Expertin Ulrike Herle entwickelt, die seit vielen Jahren als Psychologin im Bereich der Prävention von sexueller Gewalt tätig ist. Als Produktionspartner konnte Power-Child e.V. das Autorenteam Mathias und Kerstin Forster und das renommierte Kleine Theater – Kammerspiele Landshut (Intendanz und Regie: Sven Grunert) gewinnen. Zum festen Ensemble gehören Anika Pinter, Matthias Kupfer und Lukas Ullrich.

Der Inhalt: In verschiedenen Episoden lernen die beiden Protagonisten, Anna und Anton, ihre Grenzen kennen und sie zu verteidigen. So holt sich Anna bei ihren Eltern Unterstützung nach einem rücksichtslosen Übergriff ihres Cousins, und Anton sagt Nein zu einem Mann, der ihn mit dem neuesten Handymodell ködern will.

NEIN heißt NEIN: Das begreifen die kleinen Zuschauer zusammen mit den Protagonisten auf der Bühne. Für die Sechs- bis Zehnjährigen wird die Theateraufführung damit zur Mutstunde mitten im Schulalltag.

Die Power-Child Produktion ist eingebettet in ein Gesamtkonzept zur Prävention von sexueller Gewalt: Unter dem Motto “Sag JA zu Dir und NEIN im richtigen Moment” bezieht Power-Child e.V. Eltern, Lehrer, Schulleitung und Beratungsstellen vor Ort mit ein, so dass ein solides Netzwerk zur Verhinderung von sexuellem Missbrauch an Kindern entsteht.