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♥  WAS DICH BEWEGT   ♥


Was bewegt Dich? Wie geht es Dir? Diese Frage möchten wir möglichst vielen Kindern und Jugendlichen stellen und ihnen das Gefühl geben, dass sie mit ihren Gedanken, gerade jetzt zu Pandemiezeiten, nicht alleine sind. Wir hören zu - mehr Informationen sind hier zu finden: Was Dich bewegt! | Power-Child e.V.

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Wenn Du Hilfe und Unterstützung brauchst wir sind für Dich da, auch außerhalb unserer Sprechzeiten!
Telefon: 089 38 666 888 * Email: mailhelp@power-child.de

Sicherheitshinweis 03. November 2021
Wir sind diese Woche von unser Bank informiert worden, dass auf unserem Konto Spenden eingegangen sind, die scheinbar nicht bewusst in Auftrag gegeben wurden. Die Hintergründe sind noch unklar, wir sind gemeinsam mit der Bank um Aufklärung bemüht.
Sollte von Ihrem Konto eine nicht in Auftrag gegebene Spende an POWER-CHILD e.V. abgebucht worden sein, melden Sie sich bitte bei elisabeth.medem-stadler@power-child.de
Wir werden die Rücküberweisung unverzüglich beauftragen.

Kindesmissbrauch zu verhindern, ist unsere wichtigste Aufgabe

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Dr. Johannes Zwick setzt sich seit 5 Jahren als Vorsitzender von Power-Child e.V. dafür ein. Power-Child will Missbrauch in der Öffentlichkeit präsent machen und im besten Fall verhindern. Denn das Thema ist so vielfältig wie schwierig: Betroffene müssen ausreichend Vertrauen fassen, um sich zu offenbaren, Begleitpersonen müssen genügend Wissen über. Täterstrategien und Fingerspitzengefühl haben, um die richtigen Worte für vermeintlich Betroffene zu finden, und auch Kinder und Jugendliche sollten ausreichend sensibilisiert sein, damit ein Missbrauch am besten gar nicht erst stattfinden kann.

Für all dies steht Power-Child. „In der Regel haben wir durch unser Theater-Präventionsprojekt Kontakt zu 18.500 Schülern, Eltern und Lehrkräften“, sagt Dr. Zwick. Bei den noch jüngeren Kindern im Kindergarten sind es 15.000 Kinder, Eltern und Betreuer, die mit der Thematik sexueller Missbrauch in Kontakt kommen. Durch das Power-Child-Mobil erfahren jedes Jahr rund 250.000 Besucher von Kinder- und Jugendfestivals, dass es Missbrauch gibt und wie man ihm begegnen kann. Und weitere 200.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene kommen mit der Thematik an den Power-Towern in Kinderkliniken in Kontakt.

Das sind bemerkenswerte Zahlen. Die hohe Reichweite ist umso wichtiger, weil die Zahl der Missbrauchsfälle so hoch ist. „Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass in jeder Schulklasse zwei Kinder sitzen, die sexuelle Gewalt erlebt haben oder gerade erleben müssen“, sagt Dr. Zwick. „Das ist die Dunkelziffer. Doch auch schon die tatsächlichen Zahlen sind erschreckend: Jeden Tag erleben laut Kriminalstatistik 43 Kinder in Deutschland sexuelle Gewalt. Dabei handelt es sich aber nur um die wenigen angezeigten Fälle.“

Rund 3800 konkrete Beratungs- und Hilfegespräche hatte die Organisation im vergangenen Jahr. Das sind 3800 Gespräche, bei denen Menschen in seelischer Not Hilfe erfahren. Dabei geht es in der Regel schlimmstenfalls um eigene Erfahrungen oder um Verdachtsfälle oder einfach nur darum, wie man mit jemandem reden kann, der vielleicht Hilfe brauchen könnte. Im Corona-Jahr 2020 haben sich viele Eltern gemeldet, die mit dem Homeschooling, Existenzproblemen und allgemeinen Zukunftsängsten überfordert waren. „Diese Gespräche waren besonders wichtig, weil sie dazu beitrugen, Gewalt an Kindern zu verhindern“, sagt Dr. Zwick.

Oft ist es das Gespräch mit Power-Child, dass einem Kinderleben einen ganz anderen Dreh geben kann. Einen Dreh in Richtung Gewaltfreiheit und Selbstbestimmtheit.  „Es passiert, dass sich junge Erwachsene bei uns melden, weil sie unser ,Lied der Grenze’ nochmal haben wollen“, erzählt der Power-Child-Vorsitzende. „Das hat ihnen damals Mut gemacht und Kraft gegeben.“ Dort heißt es im Refrain: „Du musst nicht immer schreien, oft reicht auch nur ein Nein. Wer dich wann berühren darf, entscheidest du allein.“

Auch Erwachsene können unter Missbrauch in der Kindheit immer noch leiden. Missbrauch ist nichts, aus dem man herauswächst, nur weil er nicht mehr stattfindet. Ein Klient von Power-Child e.V. ist zum Beispiel ein Mann, der sich erst im Rentenalter bei der Organisation gemeldet hat. „Er hat die Vorfälle in seiner Kindheit, ganz wie es bei Missbrauchsfällen üblich ist, verdrängt und sich davon distanziert“, sagt Dr. Zwick. Irgendwann sei ihm aufgefallen, dass etwas nicht stimme. Die Gespräche mit Power-Child hätten ihm geholfen, das Geschehene zu erkennen, zu verarbeiten und sich selbst auch zu verzeihen. Denn das ist eine der katastrophalen Folgen von Kindesmissbrauch: Das missbrauchte Kind fühlt sich selbst schuldig.

Dagegen kämpft Power-Child e.V.  mit Dr. Zwick an der Spitze. Und das kostet natürlich Geld. Die Organisation bietet ein Notruftelefon an, leistet Präventionsarbeit in Schulen, Kindergärten und auf Festivals, informiert Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, und bezahlt natürlich Therapeuten. Der Etat von Power-Child e.V. beträgt rund 360.000 Euro. Knapp 94 Prozent stammen aus Spenden und Fördermittel. Nur sechs Prozent des Etats wird aus den Mitgliedsbeiträgen bestritten.

Dass das Geld gut angelegt ist, ist unbestritten. hat ein heute 35-jähriger junger Mann an Power-Child geschrieben. Das zeigt: Die Arbeit lohnt sich.

Als ich mich nach jahrelangen Missbrauch durch meinen Onkel endlich meiner Nachbarin anvertraut hatte und sie für mich einen Beratungstermin bei Power-Child macht, war ich nicht mehr alleine. Bei Power-Child fand ich endlich den Mut meine Geschichte zu erzählen. Heute 5 Jahre später habe ich neue Hoffnung, Zuversicht und Lebensfreude. Danke der exzellenten liebevollen Betreuung des Beratungsteams. Ich versuche alles Erlernte umzusetzen und es gelingt meistens. Der Verein ist zu meinem Juwel geworden, in mir. Danke. K.W aus Poing

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